Zum Hauptinhalt springen

Impuls

In der Grabeskirche werden Namen bei der Beisetzung ausgesprochen – leise, behutsam, wie ein letztes und zugleich bleibendes Ansprechen. Jeder Name trägt ein ganzes Leben in sich, Erinnerungen, Beziehungen, Liebe. Und in diesem Moment klingt eine Zusage an, die tiefer reicht als unser Verstehen: „Ich habe dich in meine Hand geschrieben, ich vergesse dich nicht.“ Es ist Gottes Wort, das sich wie ein schützender Raum um jeden einzelnen Namen legt.

Am Taufbecken, dort wo Leben einst unter den Segen Gottes gestellt wurde, bekommt diese Zusage eine besondere Tiefe. Anfang und Ende berühren sich, und dazwischen spannt sich ein Weg, der gehalten ist – von Anfang an, bis über das Sichtbare hinaus. Was wir aus den Händen geben müssen, bleibt doch in Gottes Hand geborgen.

Vielleicht wird gerade hier spürbar, dass kein Name verloren geht, dass keiner in der Anonymität des Vergessens verschwindet. In der Stille, im Klang der gesprochenen Namen, wächst eine leise Hoffnung: dass wir gemeint sind, gekannt und gehalten – jetzt und in Ewigkeit.

Foto: Claudia Meuser
ausgegeben am 25. Juni 2026

Die Impulse, bestehend aus Gedanken, Gebeten und Segenswünschen, liegen auch in gedruckter Form in der Grabeskirche aus - direkt neben dem Taufbecken. Mögen Sie Ihnen und vielleicht auch Menschen, die Ihnen nahestehen, Trost und Freude sein. Fühlen Sie sich  bedacht und begleitet!